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Was tut der Hobby-Radfahrer nach dem Mallorca-Training im März für die Transalp-Vorbereitung? Ein ganz schwieriges Thema. Mein Vorschlag einen Vulkan Furzajochükotzü – oder so ähnlich – in Schleswig-Holstein zu installieren wurde vom zuständigen Ministerium für Vulkane abgelehnt. Die  Verpressung von CO2 im Untergrund wird auch allgemein abgelehnt – vielleicht hätte das den Vulkanismus in SH befördert. Fazit: die Entstehung eines 1000 m hohen Berges in unserer schönen Heimat verzögert sich.

Bleibt nur das Training mit M.K. um in Gefahr von Tempoverzögerungen zu kommen oder die Teilnahme an RTFs – aber vorne. Also nach Nortorf in der Mitte des Monats April:

Hier war die weiße Windbreaker-Jacke noch weiß. Das änderte sich mit dem einsetzenden Regen schlagartig. In der Spitzengruppe wurde Tempo ohne Ende gemacht – eine RTF ist bekanntlich kein Rennen, sondern ein Ausscheidungsrennen…

Ziel war also an der Gruppe dranzubleiben. Wichtig: vorne fahren – soweit es geht, sonst zerlegt dich die Windkante. Den werten RTF-Kollegen hatte es dann erwischt. Ganz ehrlich gesagt: irgendwann dachte ich auch – wenn die jetzt noch einmal das Tempo anziehen habe ich keine Lust und Kraft mehr zu folgen. Klappte aber und nach 60 km wurde das Tempo – warum auch immer – heraus genommen und wir fuhren zügig aber menschlich zum Ziel. Habe ich die RTF in meiner Altersklasse gewonnen? Wie alt waren die Mitfahrer und kann man eine RTF gewinnen? Hier warten wichtige Aufgaben auf die staatliche Aufsicht, die nicht immer nur die Banken mehr oder weniger beaufsichtigt.

RTF Hamburg-Hamm am 18.4.: Die Spitzengruppe  scheint durchseucht zu sein, Zitat:  „Aber ob ich mir den Stress von heute nochmals in gesteigerter Form im A-Block antue, zwischen diversen Ex-Profis und Dopingsündern, muss ich mir noch überlegen.“

Für mich war wegen organisatorischer Probleme nur Startblock D möglich. Also waren die oben genannten Fahrer weg. Ging aber auch so ganz gut. Man muss dann öfter in den Wind.

Hoffentlich stellt sich langsam der Frühling ein. Heute gab es wieder Graupelschauer bei 4 °C. Aber zum Wochenende  und der TdE in Göttingen soll der Vorsommer kommen. Die Ergebnisse werden hier kommuniziert – außer wenn es lausig lief.

Die Höhen von Mallorca (2)

Meine kleinen Aufzeichnungen der Fahrten über die Höhen Mallorcas sind hier zusammengestellt:

Nach den ersten drei sonnigen Tagen gabs am vierten Tag einen kleinen Sturm. Also richtig von Nordwest, so dass er voll in unsere Bucht wütete. Das waren übrigens die Vorboten des Schneefalls, der zuvor in Barcelona die Autobahnen lahm gelegt hatte.

Macht nix, dachten wir. Drei Tage Training, dann ein Tag Regeneration, soll man ja machen. Dumm nur, dass nach Regen und Sturm der Schneefall einsetzte. Die Temperaturen fielen entsprechend. Und eine Heizung kennt das Zimmer auf Mallorca zumindest in unserem kleinen Club nicht. Oder der Techniker kommentierte „no mas“. Das heißt wohl „mehr geht nicht“ – blöder Typ bei den spanischen Dopern (AC, Pitti) geht immer noch was. Zumindest bin ich diesmal nicht von irgendwelchen Bettwanzen attackiert worden, die sind vermutlich erfroren.

Aber er genug der deutschen Nörgelei: Schöner funkelnagelneuer Asphalt von Caimari zur Tankstelle vor Kloster Lluc: Genussanstieg oder -abfahrt. Erkundung der Ermita bei Petra auf einsamer Straße – also demnächst vor der „tarta almendra y un cafe con leche“ auf dem Marktplatz in Petra einen kleinen Abstecher zur Ermita Bonany,  Entdeckung der südlichen Straßen bei Calvia und des Passes Galilea, Sa Calobra bei schönem Wetter – all das war schön und gut und wahrhaft.

Der Küstenklassiker blieb uns verwehrt: Bergrutsch zwischen Antratx und Estellencs, so dass auch für Radfahrer nichts ging. Aber der selbst entwickelte Geheimtipp bleibt bestehen: Mit dem Rad nach Sa Pobla, von dort mit dem stündlich fahrenden Zug nach Palma (2,40 Euro incl. Rad), über den Col de Creu nach Antratx auf den Küstenklassiker.

Und nach der Sichtung der Verhältnisse bei der Rückkehr nach Hamburg (Schneeregen bei 2 °C) sind die in Mallorca so übel nicht gewesen. Wir können uns umso mehr auf den Sommer freuen: wie bei der Ausfahrt am vergangenen Donnerstag (25.3.) bei 18 °C, mit kurzer Hose und Trikot und beinahe Eis in Ratzeburg, wenn die Schlange nicht wie im Club Pollentia bei ca. 80 m gelegen hätte.

Laut Lutzens Bericht aus der Sauna im Club: Fährt Normann Stadler an einem Hühnerhaufen von Radfahrern vorbei und meint „Fahrt mal in ordentlicher Zweierreihe“. Brüllen die Radkollegen zurück: „Halt die Klappe du Doper!“ So auch ist Radtraining auf Mallorca – bunt und haufenmäßig und munter – und wo bekommt man das Zeug des Herrn Stadler?

Ganz vergessen übrigens: Die Anmeldung für den ÖTZI steht. Startplatz und Pension in Sölden sind sicher, jetzt gehts nur noch über 238 km und 5.500 Höhenmeter – aber nach Ludewigs Ratschlag „am Brenner nicht im Wind fahren“ geht das vielleicht…

Die Hölle von Mallorca (1)

Oder die Höhle von Mallorca – zumindest in meinem Zimmer habe ich die mutmaßliche Höhlentemperatur unserer Vorfahren hautnah erleben dürfen: 12 °C ganztags im Zimmer mit einer gewissen Restfeuchte. Da blieb nur die Flucht in den warmen Rauchersalon des Klubs und ein oder zwei Carlos Primero.

Aber der Reihe nach: Der Einstieg in die Bergfahrten-Saison 2010 gestaltete sich hoffnungsfroh. Nach durcharbeiteter Nacht gings in den zweiten morgentlicher Flieger ab Hamburg (6:15 Uhr). Peter behauptete etwas von Rotweingeruch aus meiner Richtung – kann eigentlich nicht sein. Und „uneigentlich“ würde mein früherer Deutschlehrer fragen. Nun ja, mag sein.

Einchecken, Flug, heile Ankunft der Räder, Transport zum Club Pollentia, das alles verlief erfreulich. Nach der Montage der Räder gings mit Peter (die anderen lieben Radkollegen trudelten später ein) bei schönem Wetter sofort in den ersten Berg über Kloster Lluc zum Sa Calobra Pass und zurück.

Eine Spezialität des Klubs ist die strikte Eingangskontrolle zur Essenshalle. Da muss die Zimmerkarte mitgebracht und umständlich in einen Scanner eingelesen werden, sonst geht nichts. Der Sinn der Sache erschließt sich mir nicht. Am ersten Abend war das kein Problem, am zweiten schon, weil sich jetzt der Klub langsam füllte. Er hatte erst an unserem Ankunftstag die Saison eröffnet. Auf  jeden Fall war die Warteschlange ca. 80 m lang, die Wartezeit lag bei mindestens einer Stunde. Ich wundere mich immer noch, dass die Bude nicht gestürmt und die Kontrollgorillas gegrillt wurden. Aber ein wenig fettig die Burschen, also ungenießbar (sic!).

Ansonsten ist der Klub schon in Ordnung. Sporter anstelle von Rentnern wie im Februaraufenthalt in El Arenal. Essen ist gut. Die strikt verbotene Mitnahme von Essen vom Frühstück kann durch weite Kleidung umgangen werden – und wehe ein Gorilla würde mich anpacken. Die Anlage und die Zimmer sind „eigentlich“ auch gut – das Uneigentliche folgt in Folge (2).

Die Attacke ging selbstverständlich nicht vom Team Lobre aus. Denn das hatte sich für eine Woche dem GA-Training verschrieben. Attackiert hat der Magenvirus im Rentnerhotel, im dem wir untergebracht waren. Hunderte neidische Rentner gönnten uns keine entspannten und ausgiebigen Ausfahrten und eröffneten sofort ein „unfriendly fire“ mittels wochenlang auf Mallorca gezüchteter Magenviren. Nach zweieinhalb Tagen waren wir sturmreif geschossen und mussten einen Tag bei Kamillentee und Nullnahrung aussetzen.

Folglich rückten die angestrebten 1000 km in weite Ferne und das Fahrtenprotokoll ergab:

Nach dem Kamillentee-Tag gings deutlich ruhiger zu. Aber einen Vier-Pässchen-Tag haben wir uns dann doch gegönnt. Es ging erstaunlich locker über die ersten längeren Steigungen des Jahres. Geht da noch was bei der Transalp 2010? Auf der letzten Abfahrt von Col Sa Creu kam uns eine Auswahl des Team Milram mit Herrn Gerdemann (ohne Helm!) an der Spitze entgegen. Die sind nach dem vorherigen Rennen in Palma wohl locker in die Berge ausgefahren. Am übernächsten Tag gewann Linus dann die Bergetappe über den Puig Major bei 3 °C im Regen. Wir fuhren im Flachen ohne Regen, aber erheblichem Gegenwind (ca. 5 bis 6 Windstärke).

Insgesamt jedoch ein gelungener Jahresauftakt im Freien. Die werten Radkollegen in Lübeck fahren nicht, oder Rolle, oder wagen sich unter Lebensgefahr kurz auf die höllisch vereisten Straßen.

Nächstes Jahr würden wir lieber wieder ins „Sport-Hotel“ Hispania gehen. Da sind Radfahrer, Vorfahren mit dem Rad an die Rezeption und keine Rentner mit AI-Versorgung (All-In). Letzteres führt dazu, dass es keinen “Carlos Primero“ an der Bar gibt, sondern maximal „Magno“, damit die AI-Gäste nicht zu teuere Getränke nehmen.  Der ekelige Analogkäse unseres jetzigen Aufenthalts war zumindest in 2009 ebenfalls nicht vorhanden. Und das beliebte 47-11 befand sich fußläufig gegenüber dem Hotel. Auch wenn dem Besitzer Ron der Holger Willmer, ein ehemaliger Fußballkollege von Peter, nicht bekannt schien – alles verziehen bei einem Kölsch.

Impressionen JTT 2009

10-Tage-Indoor

Wir haben das Angebot unseres alten Clubs genutzt und 10 Tage Indoor hart und mental am Limit trainiert. Ohne jede Wertung ist die Leistung der Indoor-Spinninger hoch einzuschätzen. Ich kann das nur begrenzt. Gut war vor allem auch die Nachbereitung des Training in den einschlägigen Etablissements – seriös natürlich – der Lübecker Altstadt.

Draußen fahren ist zurzeit nicht drin – wegen Schnee, Glatteis usw. Also noch 14 Tage Rolle und dann gehts nach El Arenal. Keine Ahnung, ob die erste Steigung nach Puig Ros (80 hm) überhaupt zu schaffen ist, denn Indoor hat mit der Wirklichkeit auf der Straße nichts zu tun.

Anfang Februar soll MILRAM auch auf Mallorca trainieren und wir hängen uns garantiert nicht dran. Obwohl mein neu ausgestaltetes Rad – Olli sei Dank – mit neuer Ultegra und Anbauteilen die Frühlingsausfahrt herbeisehnt und Allmachtsphantasien fördern könnte.

Wahre Heldinnen sind hier zu finden: http://www.cycling-for-africa.com. Gisi und ihren Partner haben wir bei den vorherigen Transalps kennengelernt und hoffen auf ihr (Gisis) Meisterstück in Afrika. Alles Gute und Glück und Durchkommen und die positive  afrikanische Lebensfreude.

Der feige Armstrong steigt mit seinem Team aus dem Antidoping-Programm aus: http://tour-magazin.de/?p=7874

Wir überlegen dafür einzusteigen -  als kontrolliert sauberes, quasi Ökoteam – bei der Transalp 2010. Kein Negrini-Effekt (Doper als Sieger beim Ötzi).

Aber: Wird auf Weizenbier, Weißwein aus ökologisch kontrolliertem Anbau usw. kontrolliert? Das könnte uns das Genick brechen. Alles ist offen.

Insbesondere, ob der Sponsor – obwohl bei -10°C auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt schon in Zustimmungs-Bedrängnis gebracht – 2010 noch einmal mithilft. Aber BUNK FENSTERDEKO wird zu uns stehen, solange wir alle noch stehen können…

Lieber Golf GTI……

…..und ausreichend Punch als Ferrari und nichts dahinter (gilt aber nicht für den lieben Teampartner)

Freunde, das zählt und nichts anderes!

Ziel: Realisierung des Projekts „Punch 2010″! Gruß an Herrn K. aus R.

Thank god, it’s over 20.000 hm

Gott sei Dank. Die Tour-Transalp 2010 hat 20100 hm (Höhenmeter) – aber hier lesen sowie nur Experten denen „hm“ flüssig und selbstverständlich und nicht als „hmm…“ über die Lippen kommt.

Ich plädiere im Übrigen für die neue Einheit der hkm. 74 hkm hört sich selbstverständlicher an als großspurige 74.000 hm, die wir jahresweise erklimmen.

Peter hat den Blog im tiefsten Winter eröffnet: Der Schnee schneit, die Rolle rollt, die Nacht nachtet und es sind -10°C draußen. Außerdem warte ich auf meinen neuen Vorbau. Darf nach den Zurechtweisungen der lieben Radkollegen auf keinen Fall Ritchey sein, warum weiß ich nicht, aber das sei Golf GTI. Na gut, dann nehme ich eben italienische Ware, die echt italienisch mit euphemistischen Gewichtsangaben kokettiert.

„Warten“ ist sowie das Wort des Jahres, nicht „Abwrackprämie“. Wieso bekomme ich eigentlich keine für mein altes Gazellerad? Dann wird es eben beim Ötzi als Retrorad unter den 30 Freiteilnehmerplätzen eingesetzt. Ötzi mit 42-28 und Riemenpedalen fahren, das macht dicke Beine.

Aber „Warten“ war das Stichwort: dass Weihnachten vorübergeht, dass der Winter weicht, dass das GA-Trainingslager am 3. Februar im sonnigen Mallorca naht. Danach geht es nur noch bergauf!

Es geht weiter!

Das Team Lobre hat mal wieder einen von den 550 heiß begehrten Startplätzen für die Tour Transalp 2010 ergattert! Die Vorbereitung läuft bereits. Der erste Trainingslager wird Anfang Februar auf Mallorca stattfinden.

Wir werden berichten….

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